Boule

Bietigheim schlägt München

13. Juli 2026 | Von Stephan

Es war das bisher größte Turnier der Bouleabteilung des TUS. Das 6. ‘Boule et Cochonnet’ Turnier am vergangenen Samstag. 24 Mannschaften im Triplette-Modus, sprich 72 Spieler, daneben einige Fans und Unterstützer. Der organisatorische Aufwand war beträchtlich und erforderte jede Hand. Darum an dieser Stelle erstmal kein Bericht zu den Spielen sondern großes Lob und Anerkennung für die Helfer und Organisatoren, vorneweg an Claudia und Hans-Jörg, die wohl in der vorangegangenen Woche wenig Zeit für anderes hatten. Um den Bericht kurz zu halten, will ich an dieser Stelle alle anderen nicht namentlich nennen (aber ihr wisst schon wer gemeint ist). Die meisten hatten Doppelt- und Dreifachfunktionen vor Ort oder hatten schon in der heimischen Küche beim Kuchen backen oder Salat richten wichtige Vorarbeiten geleistet. Applaus und Dankeschön an Alle!

Zum Spieltag selbst. Hauptakteur war die Sonne, verbunden mit tropischen Temperaturen über 30 Grad. Etwas gelindert durch einen leichten, leider etwas unzuverlässigen Wind und natürlich durch die Schattenspender. Aufgeboten war alles was im Vorfeld aufzutreiben war. Wichtigstes Element: zwei große Zelte, die für Schatten in der Mittagspause sorgten. Denn das war neu gegenüber dem Vorjahr: es gab eine Mittagspause (abgeguckt bei unseren französischen Boulepartnern aus Beinheim), bei der der gereichte Flammkuchen für elsässisches Flair sorgte. Die Hardware aus Backöfen wurde gestellt von Andreas, Robert übernahm als routinierter Bäcker die Thermoregulation. Umgeben von vielen fleißigen Händen, die auf Zuruf die richtigen Zutaten auf die Flammkuchenböden verteilten.

Viel Schattenplatz für eine gemütliche Mittagspause

Gut, nun wirklich zum Spieltag. Der eigentliche Start sollte um 10 Uhr sein, aber schon ab halb neun waren die ersten Spieler vor Ort und meldeten ihre Bedürfnisse an. Noch nie war unser Platz so dicht bevölkert, ein Gewusel und vor allem im Schatten ein herrliches Gedränge. Das Motto war: raus aus dem Schatten, Kugel werfen und so schnell wie möglich wieder in den Schatten abtauchen. Gespielt wurde Schweizer System, Zeitlimit 60 Minuten, mit zwei Spielen am Vormittag und zwei nachmittags. Und schnell kristallisierten sich die Favoriten heraus. Anfangs wunderte man sich noch, dass manche Teams nach kurzer Zeit schon wieder im Schatten saßen. Beim Blick auf die Ergebnistabelle wurde klar, dass hier wohl ein richtig hochkarätiges Team am Start war. Es war das Team Kurpfalz mit Ariane, Sebastian und Luca, die ohne große Gegenwehr ins Finale stürmten. Dort trafen sie auf das ebenso ungeschlagene Team ‚Immer an der Kugel‘ vom Karlsruher FV mit Gabi, Enzo und Joachim. Diese hatten sich anfänglich einen kleinen Vorsprung aufgebaut, konnten dann aber im weiteren Spielverlauf dem Druck der Kurpfälzer nicht standhalten. Was wunder, waren hier doch Bundesliga erfahrene Spieler am Start. Kurze Erklärung der Überschrift: das Team war für ein sehr großes Turnier in München gemeldet, kam dort aber nur auf die Warteliste und entschied sich kurzerhand bei uns anzutreten und sorgte somit mitsamt ihren Gegnern für ein hochklassiges Finale. Um Platz drei kämpften die Mannschaft des Karlsruher FV1 (Thomas, Marcel und Georg) und die Mannschaft „Jam Session“ (Michaela, Jürgen und Andy). Schlussendlich konnten sich die Karlsruher durchsetzen und unseren Freunden der „Jam Session“ blieb nur der undankbare vierte Platz.

So, und unsere eigenen Teams (Christine, Thorsten und Olaf; Margret, Michael und Andreas; Edeltraud, Gudrun und Franz) schlugen sich natürlich auch beachtlich und waren am Ende mit ihrem Abschneiden nicht unzufrieden. Für ein Kuriosum sorgte das sogenannte Thekenteam, das nur als Vertretung bei ungrader Teilnehmerzahl antreten sollte. Und alles schien geklärt, keine Notwendigkeit des Einsatzes, bis es ca. eine halbe Stunde vor Turnierstart – kleiner SuperGAU, Softwarefehler – auf einmal hieß „Ihr müsst spielen“. Kein Problem, also gingen Claudia, Isabel, Kerstin, Barbara, Hubert, Robert, Paren und Stephan in jeweils variierender Teamzusammensetzung an den Start und hatten Spaß, keinen Erfolg aber mit ihrer Teilnahme einen Eintrag für die Ewigkeit in der Ergebnisliste dieses Turniers.

Kleiner Teil vom Thekenteam, Stephan, Kerstin und Isabel mit Luca – Jugendnational- und Bundesligaspieler

Unterm Strich bleibt: wir können ein großes Turnier stemmen, haben nur positives Feedback erhalten, wichtige Erkenntnisse gewonnen und sind gespannt, wo uns der Sprung in die Boulewelt noch hinführt.

Aufmerksame Leser werden sich nun fragen, da fehlt doch was? Natürlich, es war wie immer. Nach dem Aufräumen, nach der Spielanalyse auf der Terrasse, fragende Blicke. Ja klar, es geht noch mal auf den Platz und es heißt „Komm, nur zum Spaß ein Paar Kugeln“ und kaum fliegen diese, bricht doch wieder der Ehrgeiz durch, kaum gebremst durch einige Gläser eiskalten Rosé, und wie immer war es dann noch ein schöner Abend.

Weitere Impressionen

Text: Stephan
Bilder: Stephan und Hans-Jörg

3 Kommentare

  1. Claudia 13.07.2026, 12:28

    Super Bericht, sehr schöne Bilder. Vielen Dank an den fleißigen Schreiber und den Fotografen. Es war ein sehr schöner Tag.

  2. Stephan 13.07.2026, 14:50

    Hoffentlich hat niemand bemerkt, dass der Autor beim schreiben noch unter dem Einfluss einer Aperol-Spritz Überdosis stand

  3. Thomas Quaiser 14.07.2026, 09:16

    Sehr schöner Bericht und schöne Bilder. Danke an euch!

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