Boule

Geselligkeit und gute Laune in Beinheim

05. Mai 2026 | Von Stephan

Unter diesem Motto hatte der „Beinheim Petanque Club“ am vergangenen Sonntag zu einem Freundschaftstag am Frühlingsanfang eingeladen. Wie es sich für einen guten Eventmanager gehört, war das Motto Anlass genug, die erste ‚Boule und Bike Tour‘ des Jahres zu organisieren. Also Franz streute die Einladung und flugs kamen aus unseren Reihen jede Menge positive Rückmeldungen, so dass er schlussendlich fünf Teams anmelden konnte. Heidi und Thomas, unsere Boulefreunde aus Beinheim, übrigens auch die Gewinner unseres letzten Adventsturniers, freuten sich und sorgten für einen reibungslosen Ablauf bei der Anmeldung.

Und so machten sich am frühen Sonntag morgen Edeltraud, Claudia, Gudrun, Isabel, Hans-Jörg, Franz, Andy und Stephan mit dem Fahrrad auf den Weg, um via Rheinfähre Saletio gen Beinheim zu radeln. Christine und Michael hatten wohl noch teaminterne Taktiken zu besprechen und zogen es vor mit dem Auto anzureisen.

Vor Ort war schnell klar, dass es sich um ein gemütliches Familienfest handeln sollte. Eine entspannte Gelassenheit dominierte rund um das Clubhaus und auf den Plätzen. Meist familiär zusammenge-setzt waren auch die Teams. So hatte Ligaspieler Albert aus Hatten seine Frau Simone mitgebracht, die sich sonst selten am Sport ihres Mannes beteiligt. Alex aus Schweighouse sur Moder und seine Mutter Mona hatten mit Papa und Schwester den eigenen Fanclub dabei, der sie frenetisch anfeuerte. Ligaspieler Sébastien führte seine Tochter Selena in den Boulesport ein. Aber natürlich waren auch sportlich sehr ambitionierte Teams am Start. So trafen wir wieder auf Cyril und Alexis, die uns im letzten Jahr in Roeschwoog im Finale das Nachsehen gaben (siehe GAZ 2025 KW 34). Oder auch die Lokalmatadorin Sandra, die bei unserem letztjährigen Besuch in Beinheim am Nationalfeiertag das Finale gewinnen konnte.

Nach zwei Spielen am Vormittag wurde zum ausgiebigen repas à midi gebeten. Das Menu mit „Jambon au Riesling et son Gratin dauphinois, Salade“ sowie ein Dessert mit Café war üppig und führte zu einer angenehmen Müdigkeit. Aber es waren noch zwei Spiele zu absolvieren; am Nachmittag kam die Sonne heraus und es war nicht einfach für die Teams mit – unter anderen durch den Roségenuss – leicht belegten Köpfen die Spannung hochzuhalten. Kleiner Sidekick am Rande: beim Versuch von Hans-Jörg ein alkoholfreies Bier zu bestellen löste er im gesamten Clubhaus ein herzhaftes Gelächter aus, dafür konnte er sich als Vegetarier beim Mittagessen etwas schonen, was sich wohl im weiteren Verlauf auszahlen sollte.

Und der Nachmittag hatte es in sich: schwierige Spiele, allen war anzumerken, dass es jetzt um die Platzierungen ging, kurz es wurde etwas, glücklicherweise nur etwas, ernster. Unsere Teams blieben standhaft und zeigten, dass wir uns mittlerweile eine gute Wettkampfhärte und Spielstärke erarbeitet haben. So kamen in dem Teilnehmerfeld von 34 Mannschaften unsere Teams alle auf jeweils drei Siege und konnten somit alle eine Platzierung unter den besten 10 Mannschaften erreichen. Christine und Michael, Claudia und Hans-Jörg kamen gar unter die ersten vier und durften damit im kleinen Finale gegeneinander antreten. Und wie nicht anders zu erwarten wurde es ein extrem spannendes Spiel bei dem sich am Ende Claudia und Hans-Jörg knapp durchsetzen konnten und dadurch den dritten Platz im Turnier errangen. Applaus!

Aber Christine und Michael ließen sich die gute Laune nicht verderben und krönten ihren Abgang mit einem kleinen Tänzchen zur Musik, die aus der geöffneten Tür der angrenzenden Festhalle erklang. Mit dem Versprechen wieder zu kommen verabschiedeten wir uns von den Organisatoren und traten eine beschwingte, vom Rückenwind und dem schönen gemeinsamen Tag beflügelte Heimfahrt an.

Text und Bilder: Stephan

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