Nein, wie schon vor einem Jahr berichtet, handelt sich bei der, wie es korrekt heißen muss „Wilden“ 13 nicht etwa um eine Räuberbande aus der Augsburger Puppenkiste, deren Beiträge zum Fernsehprogramm nebenbei bemerkt in meiner Kindheit mein sonntägliches Highlight darstellte. Nein, es handelt sich um die Boule-Spielgemeinschaft (BSG) Stutensee, die sich bei ihrer Gründung auf der Suche nach einem originellen Namen bei der Augsburger Puppenkiste und der Folge mit dem Lokomotivführer Jim Knopf – ach Emma – bedienten. Die BSG gibt es seit nunmehr 30 Jahren, sie sind wohl einer der mitgliederstärksten Boulevereine in der Region, sind mit vier Mannschaften im offiziellen Ligabetrieb (u.a. Regionalliga) unterwegs und beteiligen sich mit weiteren drei Mannschaften an der Hardtliga.
Nun und da sind wir daheim. Auch wir sind nach dem Schnupperjahr 2025 auf den Geschmack gekommen und gehen immerhin mit zwei Mannschaften an den Start in die neue Saison. Und wie der Zufall es wollte hatten wir zu Saisonbeginn nach Ostern mit beiden Mannschaften jeweils ein Auswärtsspiel und das auf der wunderbaren Platzanlage der BSG.
Auswärtsspiele sind immer eine knifflige Angelegenheit, findet doch unser regelmäßiges Training auf gewohntem Terrain mit relativ homogener Bodenbeschaffenheit statt; auswärts sind die Plätze deutlich anders gestaltet und verlangen nach einer anspruchsvollen Spieltechnik. Aber ich schweife ab und sollte zum Punkt kommen.
Wir haben gewonnen. Beide Spiele!!! Unglaublich!!! Waren wir doch in der letzten Saison meistens auf der Verliererseite, starteten wir die neue Saison nun mit zwei bärenstarken Auftritten.

Mannschaft Eins war am Montag der vergangenen Woche bei leichtem Nieselregen unterwegs und landete einen fulminanten Sieg. Nach einem Gleichstand bei den Triplettes marschierten die Doublettes (Christine und Hans-Jörg, Ute und Zolana sowie Holger und Thorsten) einfach durch und zogen souverän drei Siege. Dank unserem Live-Reporter Michael vor Ort konnten die Daheimgebliebenen mitfiebern und der Jubel der Akteure war gefühlt bis Bietigheim zu hören.


Mannschaft Zwei reiste am folgenden Dienstag an und spürte durch den unerwarteten Erfolg unserer Vorgänger schon gehörigen Druck auf den Schultern. Nach den ersten Kugeln war der Druck weg. War die Partie nach den Triplettes noch ausgeglichen, zogen wir mit zwei Siegen mit unseren Mixed-Doublettes (Gudrun und Franz in Rekordzeit, Isabel und Stephan wie immer etwas länger) die Partie schon auf unsere Seite. Fehlte noch der vierte Punkt, den konnten Robert und Michael leider nach eigentlich komfortablen Vorsprung doch nicht mit nach Hause nehmen. Dafür haben sie sich aber mit Abstand die Krone für das längste Spiel des Abends (bei mittlerweile frostigen Temperaturen) verdient.

Chapeau! Der Dank der Spieler gilt allen die daheim mitgefiebert haben und uns entsprechend beglückwünschten. Zeichnet doch dies unsere intakte Boulegemeinschaft in Bietigheim aus.
Text: Stephan
