Boule

Kopf an Kopf in Linkenheim

22. März 2026 | Von Stephan

„Kopf an Kopf“ darunter versteht man im allgemeinen Entscheidungen bei sportlichen Veranstaltungen, die mit Geschwindigkeit verbunden sind. Bekannt sind „Kopf an Kopf“-Rennen beim Motorsport, Radsport oder dergleichen. Neuerdings und ganz aktuell kann es sich auch auf Entscheidungen bei demokratischen Wahlen beziehen. Die Wenigsten werden vermuten, das es „Kopf an Kopf“ auch bei unserer Sportart gibt. Aber natürlich heißt es beim Boule, gemäß der französischen Herkunft „tête-à-tête“. Nun, der eine oder andere Leser wird es schon vermuten, handelt es sich dabei um die Variante unseres Spiels, bei der eine Spielerin oder ein Spieler gegen eine oder einen anderen Spieler antritt. Allein, ganz allein! Jeder mit drei Kugeln.

Im Gegensatz zum meist gespielten Doublette oder Triplette ist man also auf sich alleine zurückgeworfen. Es gibt keine mehr oder minder hilfreichen Tipps der Mitspieler wie „vorne bleiben“ oder „schieb die (gemeint die Kugel) etwas vor“, es gibt keine Diskussionen wie „schieß doch du“ oder „nein, ich will lieber legen“. Doch, Moment, diese Diskussion gibt es natürlich auch, nur handelt es sich hierbei um einen inneren Monolog, den jeder Spieler allein mit sich ausfechten muss. Es gibt keine Ausreden oder Schuldzuweisungen an Mitspieler für verpatzte Aufnahmen. Alles weg. Man steht allein im Ring und kann sich nach jeder verworfenen Kugel die Haare raufen und denken „was hab ich denn da gemacht“. Oder sich nach einem gelungenen Wurf innerlich auf die Schulter klopfen.

Als unser Eventmanager Franz noch im tiefsten Winter die Einladung aus Linkenheim zum 1. Linkenheimer Bouleturnier 2026 in unseren Kreisen streute, wollten sofort acht unserer Spieler und Spielerinnen dabei sein und sich, im für uns eher ungewöhnlichen Spielmodus, beweisen. Schlussendlich waren es dann sieben, die sich am vergangenen Samstag Nachmittag nach Linkenheim aufmachten. 20 Plätze standen vor Ort zur Verfügung und so konnten insgesamt 40 Boulisten am Turnier teilnehmen. Gespielt wurden frei ausgeloste vier Partien ohne Zeitbegrenzungen. Die Platzverhältnisse waren wie das Niveau der Teilnehmer divers.

Erstaunlich dann das Endergebnis: fanden sich unsere Vielspieler im mittleren Classement Classement (dabei konnte unser Gastspieler Martin mit Platz vier das Verfolgerfeld anführen) schaffte es tatsächlich Olaf mit Platz drei aufs Siegertreppchen. Sein Erfolgsrezept: einfach während der Wintermonate den Kontakt mit den Boulekugeln konsequent meiden und dann frisch und unbefleckt aufspielen, ohne störende Gedanken über Handhaltung, Wurfhöhe oder richtiges Donnée. Perfekt gelungen!

Am Schluss und auf der Heimfahrt herrschte mal wieder Einigkeit übers Résumé: Nette Leute kennengelernt, Spaß gehabt und viel gelernt! Da dies immer der Schlusssatz nach Turnieren ist, geht der Autor dieser Zeilen, der am Turnier nicht teilnehmen konnte, davon aus, dass es auch diesmal als Zusammenfassung gültig ist.

Text: Stephan
Bilder Hans-Jörg

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