Bei der Zubereitung einer Kürbissuppe denken die wenigsten an die hohe Schule der Kochkunst. Aber dennoch kommt es hierbei insbesondere auf die Details an. Angefangen bei der Wahl der Kürbissorte (Kenner bevorzugen die orangefarbene Sorte Hokkaido), über die Grundessenz (körnige Gemüsebrühe) bis zur Zusammensetzung der Gewürze, die den Geschmack des Kürbisses in den Vordergrund stellen sollen, bedarf es schon einiges an Fingerspitzengefühl am Herd, um eine runde, geschmacklich feine Kürbissuppe herzustellen.
Ähnliches gilt für die Organisation und die Durchführung eines Bouleturniers. Auch hier muss alles stimmen. Angefangen bei der Vorplanung, über ein gut harmonierendes Bewirtungsteam mit viel ehrenamtlicher Zuarbeit bis zu einer routinierten Turnierleitung. Auf dieser Basis ist es für die Hauptzutat – die Spielerinnen und Spielern – ein Leichtes, ihren Beitrag zu einem gelungenen Turnier zu leisten.
Wenn die genannten Dinge zusammentreffen, handelt es sich – wie am vergangenen Sonntag geschehen – um das Kürbisturnier des Boulevereins Kugelbeisser Malsch e.V. Der Verein hatte nun schon zum zweiten Mal zu diesem Format eingeladen. Aufgrund der Erinnerung an ein tolles Turnier im letzten Jahr, konnten einige von uns auch dieses Jahr die Beine nicht stillhalten und wollten unbedingt dabei sein. Und wie im letzten Jahr war das Teilnehmerfeld mit 28 Mannschaften dicht sowie auch wieder äußerst hochklassig besetzt.
Und genau darum waren wir hier, um die Gelegenheit zu nutzen unser Können im Wettkampf mit höherklassigen Spielerinnern und Spielern zu messen. Wir, das waren Gudrun und Holger, Isabel und Stephan als reine TUS-Teams, Olaf mit seinem Freund Frank, Franz mit dem uns wohlbekannten Gastspieler Martin aus Ötigheim sowie Andy, der zusammen mit seinem Boulefreund Michele aus Rastatt ein Team bildete.
Gespielt wurde eine frei geloste Vorrunde mit drei Spielen mit Zeitlimit. Danach sah das Reglement vor, dass sich die ersten acht Mannschaften für die A-Finalrunde, die nächsten acht für die B-Finalrunde qualifizierten. Trotz guter Leistungen reichte es angesichts starker Gegner für einen Großteil unserer Teams nicht für die Finalrunde. Nur Franz und Martin konnten sich mit zwei Siegen für die A-Finalrunde qualifizieren, mussten sich dort aber leider im Viertelfinale gegen das Oberliga-Team aus Bühl (Gewinner der Vorrunde) geschlagen geben.
Unser Routinier Andy war mal wieder schlauer. Nach einer krachenden Niederlage in der Vorrunde gegen Franz und Martin reichte es für ihn nur für die B-Finalrunde. Aber wie schon im letzten Jahr setzte er sich hier mit seinem Partner durch und konnte das B-Finale gewinnen. Herzlichen Glückwunsch. Dennoch konnten sich alle anderen über ihr frühes Ausscheiden freuen, setzte doch zu Beginn der Finalrunde ein fieser, kalter Dauerregen ein und wir konnten uns im Trockenen unter dem schützenden Zeltdach willenlos dem kulinarischen Angebot widmen.
Text: Stephan
